Geschichte

... wie alles begann!

                       
                      Die Gemeinde 
Neufra/Hohenzollern 
wurde vor ca. 873 Jahren, nämlich im Jahre 1138, erstmals urkundlich im  Kloster Zwiefalten  erwähnt.

Die Zeittafel wurde verfasst von Oberstudienrat Johannes Kerkhoff aus Neufra.

Fragen oder Anregungen an Herrn Kerkhoff ?
 

         
um 1500 v. Chr. Gräberfunde aus der mittleren Bronzezeit in Freudenweiler und Neufra
750-450 v. Chr. Gräberfunde der Urnenfelderkultur (heutiger Standort des Rathauses im Oberdorf)
Um 1200 v. Chr. Gräberfunde aus der Hallstattzeit in Freudenweiler und Neufra
1. Jh. v. Chr. Keltische Viereckschanze (Freudenweiler)
1./2. Jh. v. Chr. Funde aus romanischer Zeit am Nordhang des Ebinger Berges
6./7. Jh. Alemannische Siedling (Niwifara = Neue Sippe, Neue Furt)
1138 Erste Erwähnung Neufras als Nufiron in der Chronik Bertholds von Zwiefalten
1182 Erstmalige Erwähnung der Herren von Lichtenstein in Neufra
1332 Ein Swenger von Lichtenstein stiftet die Nikolauskapelle
14. Jh.-15. Jh. Abgang des Weilers Unterlichtenstein
1468 Graf Ulrich v. Württemberg verkauft die Herrschaft Gammertingen mit Neufra an Hans und Konrad v. Bubenhofen
1474 Graf Ulrich v. Württemberg verkauft seinem Landhofmeister Hans v. Bubenhofen Vorderlichtenstein und den halben Hinterlichtenstein
 
Das Mittelalter
 
1507 Die Gläubiger des Hans Caspar v. Bubenhofen verkaufen die Herrschaft Gammertingen-Hettingen mit Neufra an den Obervogt von Urach Dietrich v. Speth von Zwiefalten. Beginn der v. Spethschen Herrschaft
1534 Ulrich v. Württemberg besetzt die mit ihm verfeindete Herrschaft Gammertingen und führt die Reformation ein
1535 Verbot der Heiligen Messe in Neufra
1536 Einführung der evangelischen Kirchenordnung
1543 Herzog Ulrich verbaut die Nikolauskappelle in die Zehntscheuer (spätgotisches Fenster erhalten)
1547 Vertreibung der Württemberger und Beginn der Rekatholisierung
1591 Bau der Muttergotteskappelle in Unterdorf durch Reichfreiherrn Schad v. Mittelbiberach und seiner Frau Margarethe v. Speth
1597 Kauf der Oberen Mühle von Daniel Fiederle durch die Spethsche Herrschaft
1599 Neufra ist mit 646 Leibeigenen größter Ort der Spethschen Herrschaft
1601 Schultheiß Hans Hänlin verkauft das alte Rathaus an Albrecht v. Speth, der es dem Pfarrer als Pfarrhaus überlässt
1603-1604 Albrecht beginnt mit dem Bau einer neuen Kirche als Grablege für seine Familie (sein Grabmal und das seiner Frau Maria Anna v. Riedheim befindet sich noch in der heutigen Pfarrkirche)
1610 Erste Erwähnung des Spitals am Berg für Arme des Ortes (heute Höhenweg)
1632-1639 Die schlimmesten Jahre des 30jährigen Krieges für Neufra mit Plünderungen, Hunger, Pest und Einquartierungen der Schweden
1632 Überfall Ortsfremder auf die schwedische Besatzung in Neufra, wofür die Neufraer büßen müssen
1635 Die Pest wütet in Neufra, ihr fallen u. a. auch die beiden Ortspfarrer zum Opfer
1690 Bau des “Schlössle” als Residenz des Hans Dietrich v. Speth; sein Grabmal befindet sich in der Pfarrkirche
 
Das 18. und 19. Jahrhundert
 
1732-1795 Rechtsstreit der Gemeinde mit den Fürsten von Hechingen wegen großer Wildschäden im “Tiergarten-Ösch”
1735 Mit dem Tod der Maria Antonia Emmerentia v. Speth (Tochter des Hans Dietrich) endet nach mehrfacher Teilung die Neufraer Linie v. Speth
1736 Ersterwähnung des Gasthauses “Lamm” (besteht heute noch)
1752-1797 Auswanderung von ca. 30 Neufraern nach Ungarn, Österreich und Böhmen (meist wegen großer Armut)
1751 Nach vierzehn Hageljahren Bau der Hochbergkapelle durch Pfarrer Constantin Adelbert Sallwürk
1776 Einrichtung der Personenpost Hechingen-Gammertingen-Riedlingen
1795 Gründung Freudenweilers (ursprüngliche Bezeichnung “Neuhofen”) durch Gregor Wetzel
1796-1801 Beginn wiederholter Plünderung durch französische Truppen (Einquartierungen)
1806 Ende der Spethschen Herrschaft; Neufra kommt an das Fürstentum Hohenzollern- Sigmaringen.
Mit 846 Einwohnern größter Ort der ehemaligen Spethschen Herrschaft
1811 Erster Neufraer Markt
1814 Typhusepidemie in Neufra fordert 84 Todesopfer
1816-1817 Große Hungersnot
1819 Bau des ersten Schulhauses in Neufra auf dem alten Friedhof neben der Pfarrkirche
1827 V. Speths verkaufen ihre Besitzungen an die Fürsten v. Hohenzollern-Sigmaringen, das “Schlössle” wird fürstliches Forstamt
1833 Die Verfassung des Fürstentums tritt in Kraft
1833/34 Gründung eines Ortsarmenfonds
1836 Auswanderungen: Barbara Böhm erste Auswanderin nach Amerika, 23 Einwohner gehen nach Ungarn
Kauf der Schafweide.
Bau des zweiten Schulhauses (auf der Ziegelwiese)
1837 Genehmigung zur Abhaltung von zwei Märkten, einen am 20. Juli und einen am 8. Oktober des Jahres
1840 Gründung eines Viehversicherungsvereines
1847 Einfassung der Lichtensteinquelle und Verlegung einer Wasserleitung zu zwei Brunnen im Ort; einen am “Adler”, einen an der Zehntscheuer
1848 Gründung eines Märzvereines; Gründung der “Ledigengesellschaft”. Beteilung Neufraer Bürger an der Revolution im Fürstentum, Aufhebung der Feudallasten
1850 Mit dem Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen wird Neufra preußisch. Bau der Filialkapelle Franz Xavier in Freudenweiler
1851 Huldigung der Untertanen vor König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Aus Neufra sind dabei Bürgermeister Wachter und zwei Gemeinderäte
1857 Gründung des Männergesangvereins
1860 Abriss des alten Schulhauses
1860-1862 Bau der neuen (neugotischen) Pfarrkirche durch Hofbaumeister Josef Laur unter Pfarrer Felix Bürkle
1862-1863 Typhus-Epidemie fordert 136 Todesopfer
1862 Bau des Landstraße Neufra-Gammertingen
1863 Letzter Viehaustrieb in Neufra
1864 Drei Neufraer nehmen am deutsch-dänischen Krieg teil
1866 Preußisch-österreichischer Krieg, 32 Neufraer sind unter Waffen, vorübergehende Besetzung von Neufra durch württembergische Truppen
1866 Errichtung des Kreuzweges (Maler Konstantin Hanner aus Gammertingen)
1870-1871 Deutsch-französischer Krieg, vier Gefallene aus Neufra
1872 Gründung des Militärvereins
1873 Einweihung der Pfarrkirche durch Bischof Lothar v. Kübel
1876 Einrichtung einer Postagentur im Kaufhaus Steinhart (gegr. 1829)
1877 Eine zweite Lehrerstelle in Neufra
1879-1884 “Kulturkampf”, die Pfarrstelle in Neufra bleibt unbesetzt
1884 Bau des Schulhauses in Freudenweiler
1885 Beginn des Unterrichts durch den staatlich geprüften Lehrer Gabriel Eisele
1891 Die evangelischen Einwohner Neufras kommen zu der nun selbständigen Kirchengemeinde Gammertingen
1893 Gründung des Musikvereins Neufra
1896 Schließung des Gasthauses “Kreuz”
Um 1897 Ende des Bohnerzabbau bei Neufra.
Erste Fronleichnamsprozession in Neufra
1898 50. Jubiläum der “Ledigengesellschaft Neufra”
1898/99 Freudenweiler erhält das erste frische Leitungswasser (Quellwasser aus Bitz)
 
Das 20. Jahrhundert
 
1901 Bau des inzwischen dritten Schulhauses
Umbau des zweiten Schulhauses in Lehrerwohnungen
Beginn der Industrialisierung in Neufra: Trikotweberei Fa. Blickle Witwe, nachmals Fa. Josef Stern.
Älteste Kirche Neufras brennt ab
1903 Gründung des TSV Neufra.
Gründung der Spar- und Darlehenskasse
1907/08 Bau der Eisenbahnstrecke Burladingen-Gammertingen und des Neufraer Bahnhofs
1909 Der erste Dampfkessel in Neufra wird bei der Fa. Stern installiert
1911 Großbrand auf dem Birkhof
1912 Erstes Gauturnfest in Neufra
1914 Elektrifizierung Neufras
1914-1918 Erster Weltkrieg (72 Neufraer Gafallene)
1923 Einweihung des St. Josef-Kinderhauses.
Das alte “Ledigen-Kreuz” (von 1848) der Ledigengesellschaft wird durch ein neues ersetzt
1924 Glockenweihe in der Pfarrkirche
Eröffnung der Schwesternstation
1925 Schaffung des Landkreises Sigmaringen.
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.
Elektrifizierung Freudenweilers
1928 Bau des Hochbehälters Deißlesberg.
Inbetriebnahme der Hauswasserleitung
1929 Rathausbrand
1931 Zweites Gauturnfest in Neufra
1933 Fa. Paul Türk gegründet
1934 Dieseltriebwagen auf der Landesbahn
1935 Otto Hoeschele erwirbt die Fa. Josef Stern.
Der Ziegelofen im Wolfertal erlischt endgültig
1936 Bau des HJ-Heimes (Hitlerjugend-Heim)
1939-1945 Zweiter Weltkrieg; 61 Gefallene und 27 Vermisste sind zu beklagen
1945-1949 Französische Besatzung
1945 Umbau des HJ-Heimes in ein Wohnheim
1949 Gründung der Fa. Josef Kanz.
Gründung der VdK-Ortsgruppe
1950 Zweite Glockenweihe
1952 Die Freiwillige Feuerwehr erhält über eine Pumpstation Wasser von der Gallusquelle in Hermentingen.
Neufra erhält sein heutiges Gemeindewappen (Lichtensteiner Flügel/Veringer Löwe)
1953 50jähriges Jubiläum des TSV
1955 (Viertes) Landes- und Bezirksmusikfest in Neufra.
Renovierung der Pfarrkirche
1958 Erweiterung des Kindergartens
1959 Renovierung der Kapelle in Freudenweiler
Renovierung der Muttergotteskapelle
1962 Schließung des Gasthauses “Krone”
1963 Schließung des Gasthauses “Rößle”
1965 Schließung des Gasthauses “Rad”
Pfarrer Traub (seit 1937 in Neufra) wird Ehrenbürger
1966 Schließung des Schwesternhauses.
Gründung der Fa. HEDISA, bestand bis 1984
1967 Bebauungsplan “Oberes Fehlatal”
Gründung der Ortsgruppe Neufra des DRK
1968 Bebauungsplan “Auf dem Lau”
1969 Abbruch der Oberen Mühle
Schließung der einklassigen Schule in Freudenweiler
Gründung des Katholischen Bildungswerkes
1970 Einweihung von Schulgebäude und Turnhalle der neuen Grundschule
Ende des regulären Dampflokbetriebes bei der Hohenzollerischen Landesbahn
1971 Bebauungsplan “Rädlesberg I”
Gründung des Skiclubs
1973 Bebauungsplan “Alte Steige”
Beitritt zur Sozialstation “St. Martin” Veringen-Gammertingen
1974 Kreisreform Sigmaringen, Neufra bleibt mit 1755 Einwohnern selbständige Gemeinde unter Bürgermeister Kast. Inbetriebnahme des Skilift;
Schließung der Milchsammelstelle
1974-1975 Hochwassersicherer Ausbau der Fehla
1975 Brand des inzwischen vierten Schulhauses
Josef Herre spannt letztmals seine Ackerpferde an
Bebauungsplan “Rädlesberg II”
1977 Großbrand auf dem Birkhof
Abbruch des Bahnhofgebäudes
Renovierung der Pfarrkirche unter Pfarrer Hermann
Gründung des Jugendrotkreuzes
1979-1980 Neutrassierung der Kreisstraße Neufra-Freudenweiler
1980 Bebauungsplan “Rädlesberg III”
Bebauungsplan “Ebinger Berg” in Freudenweiler
1981 Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses
Gründung des Altenwerkes
1983 Gründung des Motorrad-Clubs.
Gründung der Jugendfeuerwehr
1984 Abbruch des alten Pfarrhauses und der Pfarrscheuer, am 1. Mai Grundsteinlegung für das neue Pfarrheim “St. Mauritius”
Gründung der Burgnarrenzunft und des Kulturvereins
Großes Fischsterben in der Fehla
1985 Bebauungsplan “Auf dem Lau I”
Fa. Blickle (Präzisionswerkzeuge) zieht nach Neufra
60jähriges Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr
Einweihung des Pfarrheimes St.Mauritius
1986 Einweihung der Leichtathletikanlage und des Kleinspielfeldes
1988 Bebauungsplan “Hochberg I” (Gewerbegebiet)
130jähriges Jubiläum des Männergesangvereins
Abbruch des alten Feuerwehrturms und der Milchsammelstelle
1989 Erstes Dorffest der Neufraer Vereine
Gründung des Tennisclubs
1990 Bebauungsplan “Deißlesberg I”
Bebauungsplan “Im Schachen” (Sportplatz)
Gründung des Jugendclubs 23
20jähriges Jubiläum der Grundschule Neufra
Fertigstellung des Gewerbegebietes Hochberg
Gründung eines Historischen Arbeitskreises
Verwaltungspartnerschaft mit der Gemeinde Elstra/Sachsen
1991 Schließung des Gasthauses “Adler”
Gemeindepartnerschaft Neufra-Fiesch (Kanton Wallis/Schweiz)
Kirchenchor der Anna-Gemeinde aus Hindenburg (Polen) gastiert in Neufra
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